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Pssst! Warum Stille nicht nur dein Training verbessert

Stille tut gut. Und damit ist nicht nur akustische, sondern auch körperliche Stille gemeint. Lärm dagegen macht krank, verursacht Stress. So weit klar. Die Frage ist jetzt nur, warum die meisten Menschen im Alltag trotzdem Stille vermeiden? Und zwar auch hier die Akustische und die Körperliche. Sind sie zu Hause wird der TV eingeschaltet, im Auto das Radio, zu allen anderen Gelegenheiten Headphones mit Podcasts oder Musik, und sind Menschen in Gesellschaft wird geplappert. Gesprächspausen sind unangenehm und die Stille wird verdrängt durch Smalltalk. Auf körperlicher Ebene genau dasselbe: Ständiges Gezappel… ein wippendes Knie, zuckendes Augenlid, unruhige Finger. Selbst im Yoga Kurs oder in der Entspannung fällt den Teilnehmern körperliche Stille unglaublich schwer. Zur Verdeutlichung nenne ich diese kleinen, unbewußten, unsinnigen Neben-Bewegungen im Yoga Kurs immer “Bewegungslärm”.

Ist Stille dein Wille dann schweige, versinke darin und dann treibe.

C. Hobler

Für das Vermeiden von Stille auf allen Ebenen gibt es einen einzigen und ganz einfachen Grund: Angst. Ja, wer Stille nicht aushält, sondern sie ständig meidet hat schlichtweg Angst davor. Lärm und Gezappel lenken eben ab, eine Art Realitätsflucht. Wer in jeder Hinsicht busy ist, muss sich nicht mit dem Ist-Zustand befassen. Kann man machen, aber was bringt dir das langfristig? 

Mut zur Stille – es lohnt sich

Stille ist nicht gefährlich, ganz im Gegenteil… sie hilft dir, sie unterstützt dich. Im Alltag sowieso, aber vor allem auch beim Training. 

1. Verbesserter Fokus – mehr Leistung

Egal was du beim Training erreichen willst, du musst dich fokussieren. Genau da liegt doch der Schlüssel für jede Art von Trainingserfolg: In der Fähigkeit sich konzentrieren zu können und so Energie zu bündeln. Wer abgelenkt ist und sich nicht konzentriert, wird nichts hinkriegen… Beobachte jemanden, der etwas hervorragend macht. Egal was. Solche Menschen sind immer total “into it”, im Flow, null abgelenkt. Du wirst dich einfacher auf jede Bewegung beim Training konzentrieren können, wenn du akustischen und körperlichen Lärm ausschaltest.

2. Mehr Klarheit und Übersicht

Wie heißt es so schön? “Nur in stillem Wasser spiegeln sich die Sterne”. Und so ist es eben. In einem aufgewühlten Gewässer blickst du nicht durch, du kannst den Grund nicht sehen und hast auch keine Übersicht. Wieso sollte dieses Prinzip nicht auch für deinen Körper gelten? Meditationsübungen sind eine super Möglichkeit bewusst körperliche Stille zu lernen. Von einer ruhigen, klaren Ausgangsposition aus ist dann alles möglich. Bewusste Bewegungen, die Sinn machen. Die Klarheit in deinen Bewegungen führt dann zu Klarheit in deinen Gedanken es ist ein Selbstläufer, der im Gesamten nur Vorteile hat.

3. Mehr Ruhe – weniger Stress

Dass Stress uns krank und fett macht ist längst erwiesen. Stress wird einerseits von äußerlichen Faktoren verursacht und denen kann man im Alltag nicht immer ausweichen… eine laute Baustelle mit Presslufthammer, familiärer Streit, der Job ect. Aber Stress kann eben auch hausgemacht sein. Grübeln, negative Gedanken, überhöhte Ansprüche an sich selbst. Die Wirkung ist dieselbe wie bei der Presslufthammer-Baustelle, nur eben im Kopf. Stille dagegen wirkt hier wie eine Oase. Sie hilft dir innere Ruhe aufzubauen und bildet außerdem einen Schutzanzug gegen äußerlichen Stress. 

4. Mehr Sicherheit beim Training

Wie bewegt sich ein Tiger mit seinen 300 kg? Laut, hart und trampelig? Nein, lautlos. Er springt und man hört ihn nicht landen. Ganz einfach weil seine Bewegungen top koordiniert und damit gelenkschonend sind. Leider entwickelt sich die Bewegungsqualität der Menschen allgemein in die gegenteilige Richtung: Menschen bewegen sich immer unkontrollierter und lauter. Schon beim schlichten Gehen machen Menschen Lärm – die Füße werden nicht abgerollt sondern platt aufgesetzt. Das heißt dann volle Kanone ungefederte Stoßwirkung von der Ferse, hoch ins Knie, in die Hüften und so weiter. Beim Springen wird es dann noch lauter. Mach dir eins bewusst: Leise Bewegungen sind gut abgefederte, koordinierte Bewegungen und damit gesund. Beweg dich also deinen Gelenken zuliebe leise, wie eine Ballerina, eine Katze – nicht wie ein Kartoffelsack.

Stille

Ich hoffe du bist inspiriert mehr Stille in deinem (Bewegungs-) Alltag zuzulassen. Ich wünsche dir viel Spaß dabei zu fühlen wie wertvoll körperliche und akustische Stille ist.

Sportliche Sonnengrüße

Caro

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